Gemeinsam Zukunft gestalten

FAQ - die wichtigsten Fragen

Hier finden Sie Antworten auf häufig gestellte Fragen, die aktuellen Zahlen beider Banken sowie Pressemitteilungen zu den Fusionsgesprächen.

Fragen und Antworten zu den Fusionsgesprächen und einem möglichen Zusammenschluss der Volksbank Baden-Baden Rastatt eG und der Volksbank Karlsruhe eG:

1. Warum treten beide Volksbanken in Fusionsverhandlungen?

Wir sind davon überzeugt, dass durch die Bündelung der Kräfte die Zukunfts- und Leistungsfähigkeit beider Banken im Sinne ihrer Mitglieder, Kunden sowie ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nachhaltig gestärkt werden kann. Dadurch wird Nähe und regionale Identität auf Dauer sichergestellt. Durch den Zusammenschluss zweier starker gleichberechtigter Partner entsteht eine Bank, die für die heutigen und zukünftigen Herausforderungen des Wettbewerbs, der weiter voranschreitenden Digitalisierung sowie der regulatorischen Anforderungen bestens gerüstet ist.

2. Welche Gründe sprechen für einen Zusammenschluss der beiden Volksbanken?

Die Bankenbranche befindet sich in einem immer schnelleren und dynamischeren Veränderungsprozess und stellt gerade Regionalbanken vor enorme Herausforderungen. Daher sprechen insbesondere folgende Aspekte für einen Zusammenschluss:

  • Größe und wirtschaftliche Stärke sind notwendig, um auf lange Sicht für die Menschen und Unternehmen ein starker Finanzpartner zu sein und den Mittelstand in der Region weiterhin bei Investitionen und Wachstum zu unterstützen.
  • Stabilität, Effizienz sowie Mitglieder- und Kundenorientierung werden gestärkt.
  • Ein gemeinsames Haus erhöht die Eigenkapitalbasis. Damit steigen auch die Kreditobergrenzen.
  • Die andauernde Niedrigzinsphase und die daraus resultierenden rückläufigen Erträge sind in einer vereinigten Bank besser zu stemmen.
  • Gemeinsame Investitionen in Zukunftsthemen, die aus dem aktuellen Modernisierungsdruck und der digitalen Transformation resultieren, können gemeinsam geschultert werden.
  • Gesetzliche und prüfungsrelevante Auflagen sind leichter zu erfüllen.
  • Die Kostenstruktur beider Häuser verbessert sich (so sind z.B. nur noch einmal externe Prüfungskosten zu leisten und es gibt nur einmal den Aufwand für die Jahresabschlusserstellung).
  • Der Wettbewerb um gut ausgebildete Mitarbeiter wird immer intensiver. Durch die Fusion wird die Arbeitgeberattraktivität weiter gesteigert – auch für Spezialisten.
3. Welche Vorteile ergeben sich durch den Zusammenschluss für die Mitglieder und Kunden?

Neben den großen allgemeinen Vorteilen wie nachhaltige Zukunftssicherung und langfristige wirtschaftliche Stärke sind insbesondere folgende positive Auswirkungen zu nennen:

  • Die Beratungsqualität kann weiter gesteigert werden, etwa durch weitere Spezialisierung der Mitarbeiter.
  • Durch die Effizienzsteigerung von gemeinsamen Prozessen und Verwaltungsaufgaben bleibt mehr Zeit für Beratung, und der Kunde steht uneingeschränkt im Mittelpunkt.
  • Durch Nutzung von Synergieeffekten bleiben Dividendenkraft und Verlässlichkeit als Voraussetzung jeder Geschäftsbeziehung, gerade vor dem Hintergrund weiter steigender Herausforderungen durch Wettbewerb, Regulatorik, Digitalisierung, etc., erhalten.
4. Warum streben genau diese beiden Banken eine Fusion an?
  • Es besteht ein starkes Fundament aus Vertrauen, Wertschätzung und Verbundenheit zwischen den beiden Banken. Darüber hinaus herrscht in beiden Häusern eine identische Auffassung über die erfolgreiche Zukunftsausrichtung einer Genossenschaftsbank.
  • Es gibt eine große Übereinstimmung über die genossenschaftliche Kultur und deren Werte.
  • Wir passen menschlich, betriebswirtschaftlich und geografisch sehr gut zueinander. - Die Geschäftsgebiete ergänzen sich räumlich. Zwei bereits wirtschaftlich eng verflochtene Regionen entlang der Rheinschiene werden zusammengeführt.
  • Wir bringen sich ergänzende Stärken in eine gemeinsame Fusion mit ein, die gewinnbringend auf das Gesamthaus übertragen werden können.
  • Beide Banken sind sehr gut aufgestellt und handeln aus der Stärke heraus.
5. Geht bei einer größeren Volksbank nicht ein Teil der Regionalität vor Ort verloren?

Nein, das Gegenteil ist der Fall: Ein Zusammenschluss sichert die wirtschaftliche Stärke, um auch künftig nah bei den Kunden zu sein – sowohl physisch über das Filialnetz als auch mit eigenen digitalen Angeboten. Die Regionalität wird somit gestärkt. Dies gilt übrigens auch für die Unterstützung ehrenamtlicher und gemeinnütziger Arbeit in den Regionen.

6. Würden die Ansprechpartner in den Filialen vor Ort bleiben?
Würden Kunden neue Ansprechpartner erhalten?

Die Kunden würden ihre gewohnten Ansprechpartner behalten. Natürlich würden Wünsche der Mitarbeiter hinsichtlich neuer Aufgaben oder auch eines neuen Einsatzortes berücksichtigt. Dann könnte es im Einzelfall zu Veränderungen kommen.

7. Wie groß wäre eine fusionierte Volksbank?

Es würde eine Bank mit rund 200.000 Kunden, mehr als 82.000 Mitgliedern, etwa 830 Mitarbeitern, 42 Filialen und einer Bilanzsumme von rund 6,5 Milliarden Euro entstehen. Damit wäre diese Bank die drittgrößte Volksbank in Baden-Württemberg (gemessen an der Bilanzsumme).

8. Müssen Mitarbeiter mit Kündigungen rechnen?
Nein. Beide Banken schließen fusionsbedingte Kündigungen aus.
9. Wie ist der vorgesehene Zeitplan?
Nach der Abstimmung mit ihren jeweiligen Aufsichtsräten haben beide Häuser Mitte November 2020 konkrete Fusionsgespräche aufgenommen. Im Frühjahr wird es Informationsveranstaltungen für die Mitglieder-Vertreter geben, ehe bei den jeweiligen Vertreterversammlungen im Mai 2021 die Fusion zur Abstimmung kommt. Im Falle eines positiven Beschlusses würde die Fusion rückwirkend zum 1. Januar 2021 gültig werden.
10. Wie werden die Mitglieder und Vertreter eingebunden und auf dem Laufenden gehalten?
Neben persönlichen Schreiben laden beide Häuser ihre Mitglieder-Vertreter zu mehreren Informationsveranstaltungen ein und erläutern darin die Ziele der Fusion.
11. Wer entscheidet, ob es zur Fusion kommt?
Die jeweiligen Mitglieder-Vertreter stimmen in den Vertreterversammlungen der Volksbank Baden-Baden Rastatt eG und der Volksbank Karlsruhe eG im Mai 2021 ab.
12. Würden Filialen aufgrund der Fusion geschlossen?
Nein. Kein Standort wird in unmittelbarem Zusammenhang mit der Fusion geschlossen. Wie in der Vergangenheit wird aber selbstverständlich auch zukünftig eine fortlaufende Wirtschaftlichkeitsprüfung der Filialen vorgenommen.
13. Was geschieht mit den Mitgliedschaften?
Die Mitglieder der übertragenden Bank werden Mitglieder der übernehmenden Bank. Selbstverständlich bleiben die Geschäftsguthaben erhalten.
14. Würden die aktuellen Verträge, Sparbücher, Karten etc. ihre Gültigkeit behalten?
Ja. Alle geschlossenen Verträge und Vereinbarungen behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit.
15. Würden sich Kontonummern ändern?
Zum Teil ja. Im Falle eines Zusammenschlusses ändert sich für eine Bank die Bankleitzahl (BLZ). Und da die Bankleitzahl – neben der eigentlichen Kontonummer – ein Bestandteil der IBAN ist, ändern sich auch die entsprechenden IBAN. Außerdem kann es vorkommen, dass es zwei identische Kontonummern gibt, sodass eine geändert werden muss.
16. Ändern sich durch eine Fusion die Preise, etwa für die Kontoführung?
Hierzu können wir derzeit noch keine verbindlichen Aussagen machen, da dieses Thema Inhalt der bevorstehenden Gespräche über einen Zusammenschluss ist. Sobald wir zu einem Ergebnis gelangen, werden wir unsere Kundinnen und Kunden natürlich sowohl hierüber als auch zu allen weiteren Themen, die sie betreffen, in regelmäßigen Abständen ausführlich informieren. Fest steht, dass wir nach der technischen Fusion ein einheitliches Produktangebot bei Neuanlagen haben.
17. Wie soll die fusionierte Bank heißen?
Die künftige gemeinsame Bank soll „Volksbank Karlsruhe Baden-Baden eG“ heißen.
18. Werden Vereine und gemeinnützige Institutionen zukünftig weniger in den einzelnen Regionen unterstützt?
Nein. Die durch einen Zusammenschluss nachhaltig gesicherte wirtschaftliche Stärke bietet die Grundvoraussetzung, dass auch weiterhin Vereine sowie gemeinnützige und ehrenamtliche Arbeit gefördert werden kann.
19. Wer soll als Vorstand die fusionierte Bank führen?
Das Amt des Vorstandsvorsitzenden würde der heutige Vorstandsvorsitzende der Volksbank Karlsruhe, Andreas Lorenz, übernehmen. Zusammen mit Jürgen Faupel und Matthias Hümpfner (Baden-Baden Rastatt) sowie Andreas Thorwarth und Dr. Mathias Weis (Karlsruhe) würde er den Vorstand der vereinigten Genossenschaft bilden. Der amtierende Vorstandsvorsitzende der Volksbank Baden-Baden Rastatt, Hans Rudolf Zeisl, würde planmäßig, wie sein Karlsruher Vorstandskollege Hubert Meier, im Sommer 2021 in den Ruhestand eintreten.