Interview

Sandra Foltin, ausgebildete Generationenberaterin, berichtet von ihren Erfahrungen mit dem oft unbeliebten, aber umso wichtigeren Thema.

Sandra Foltin

Frau Foltin, nur 30% der Deutschen besitzen ein Testament, bei vielen ist dieses dann auch noch fehlerhaft. Warum raten Sie jedem dazu, dieses Thema frühzeitig und mit professioneller Hilfe anzugehen?

S. Foltin:
Wird keine Verfügung von Todes wegen getroffen, dann gilt die gesetzliche Erbfolge. Doch genau diese wird häufig den Zielen des Kunden nicht gerecht. Oft entstehen dann Streitigkeiten, z.B. durch die Bildung von Erbengemeinschaften oder Liquditätsabflüsse durch Steuern oder Pflichtteilsforderungen. Um den Familienfrieden zu sichern, ist daher eine Beratung äußerst sinnvoll.

Das Thema „Werte erhalten – Erbfolge regeln“ ist ein Hauptthema der neuen Generationenberatung der Volksbank Karlsruhe. Wie läuft eine solche Beratung für den Kunden ab?

S. Foltin:
Wir betrachten gemeinsam die aktuelle Situation, ziehen mit dem Kunden Bilanz. Der Kunde gewinnt einen Überblick über seine familiäre Situation, sein Lebenswerk, getroffene Regelungen und finanzielle Anwartschaften. Anschließend halten wir die Ziele und Wünsche des Kunden fest. In enger Zusammenarbeit mit weiteren Beratern, wie z.B. Steuerberater, Fachanwalt Erbrecht, Notar oder Stiftungsberater erarbeiten wir maßgeschneiderte Lösungen. Wichtig ist auch, dass bei unseren Gesprächen die Angehörigen mit eingebunden werden, die bei vielen Themen eine wichtige Rolle spielen.

Das heißt bei der Generationenberatung wird nicht nur die Frage der Vermögensnachfolge geklärt?

S. Foltin:
Das ist ein Teil der Beratung, es gehören jedoch noch viele weitere Themen dazu. Wir besprechen zum Beispiel, welche Vollmachten sinnvoll sind und wie die Kunden mit einer Patientenverfügung ihre Angehörigen entlasten und vorsorgen können. Auch Fragestellungen rund um das Thema Wohnen und Leben im Alter spielen eine wichtige Rolle. Den Unternehmer begleiten wir bei der Planung der Unternehmensnachfolge und unterstützen ihn bei der Errichtung eines „Notfallkoffers“.

Das sind Tabu-Themen, die auf eine gewisse Art negativ behaftet sind und die man verdrängt und erst einmal nicht besprechen möchte. Da passt es ja umso mehr, dass die Kunden bei diesem Thema von der Bank ihrer Stadt unterstützt werden.

S. Foltin:
Genau das ist unser Ziel. Wir möchten eine umfassende Beratung und Betreuung bieten für alle wichtigen Themen und uns damit vom Angebot der Mitbewerber abheben. Und da gehört die Generationenberatung für unser Haus auf jeden Fall dazu. Wer sich nun angesprochen fühlt und mehr erfahren möchte, kann sich gerne an seinen Betreuer oder auch direkt an mich wenden. Ich freue mich schon auf ein persönliches Gespräch.

Herzlichen Dank, Frau Foltin.