Die Historie der Volksbank Karlsruhe

1858 - 1908

1858

24. Februar

90 Karlsruher Bürger, die allesamt dem Gewerbeverein angehören, gründeten als "Vorschussverein Carlsruhe", die heutige Volksbank Karlsruhe. Der Gründung liegen die Ideen des sächsischen Kreisrichters Schulze-Delitzsch zugrunde. Die Federführung bei der Gründung übernimmt der ideenreiche Fabrikant Georg Friedrich Holzmann. Sie ist die älteste gewerbliche Kreditgenossenschaft Badens. Erste Geschäftsstelle Lange Str. 102 (heute Kaiserstraße) im Kolonialwarengeschäft des Kaufmanns Friedrich Herlan, der gleichzeitig auch Kassierer des Vorschußvereins war. Als der genossenschaftliche "Vorschussverein Carlsruhe" entstand, hatte die Stadt etwa 25.000 Einwohner.

31. Mai

Der erste Rechenschaftsbericht wird den 159 Mitgliedern des "Vorschussvereins Carlsruhe" vorgelegt. Der Name ist zugleich das Programm: Vorschüsse sind kurzfristige Darlehen von höchstens sechs Monaten Laufzeit. Die Ausleihung auf längere Frist gilt als unseriös.

1860

Verlegung der Geschäftsstelle in die Lange Str. 31.

1869

Ein Genossenschaftsgesetz wird erlassen, das nunmehr maßgebend für die Rechtsstruktur der Genossenschaft ist. Mit Einführung des Gesetzes wird die Volksbank Karlsruhe in das Genossenschaftsregister des Amtsgerichts Karlsruhe eingetragen - unter der Nummer 2, die sie bis heute trägt. Verlegung der Geschäftsstelle in das Bankhaus Müller am Marktplatz.

1871

Nach 10 Jahren hatte der Vorschussverein schon 700 Mitglieder.

1872

Umzug in das erste eigene Haus (Grundbucheintrag 27.08.1872) Kreuzstraße 1.

1876

Die Firmenbezeichnung "Vorschussverein" wird aufgegeben. An ihre Stelle tritt der Name "Vereinsbank".

1883

25 Jahre nach der Gründung hat die Bank bereits 1.600 Mitglieder und eine Bilanzsumme von 2,3 Millionen Goldmark.

1908

Nach 50 Jahren Existenz hat die Bank eine Bilanzsumme von 12,1 Millionen Goldmark.